Jahresendrally – Ein update

Bereits vor zwei Wochen habe ich das Thema „Jahresendrally“ behandelt. Bis gestern sah es nicht so aus, als würde sie noch kommen. Doch gestern zogen die Kurse auf den Aktienmärkten weltweit deutlich an. Der Grund: Die Annäherung im Handelsstreit zwischen den USA und China. Das machte Hoffnung, dass wir nun bis zum Jahresende doch noch deutliche Zuwächse bei den Aktienkursen bekommen.

Durchbruch im Handelsstreit?

Doch bereits heute gaben Dow Jones, DAX und Co wieder ab. Die Kurssteigerungen vom Vortag konnten nicht gehalten werden. Aktienexperten mahnen vor zu viel Euphorie. Die angesprochene Annäherung ist noch keine Lösung des Handelsstreits. Zunächst wurde von US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping auch nur vereinbart, die für Anfang Januar angedrohte nächste Runde von Strafzöllen erst einmal zu verschieben. Binnen 90 Tagen soll nun eine Lösung gefunden werden, um die Streitigkeiten beizulegen – Ausgang ungewiss.

Schuldenstreit zwischen Italien und der EU

Auch im Schuldenstreit zwischen Italien und der EU wurden zuletzt zwar versöhnliche Töne angestimmt – er gilt jedoch weiterhin als ungelöst. Die populistische Regierung hat signalisiert, nun ein etwas geringeres Haushaltsdefizit anzustreben. Die Situation ist jedoch nach wie vor eine Belastung für die EU und damit auch für den Aktienmarkt.

BREXIT

Bei den Verhandlungen über einen geordneten Brexit hat sich die EU zwar mit der britischen Regierungschefin Theresa May geeinigt. Ob May die Vereinbarung jedoch am 11. Dezember durch das britische Parlament bringt, ist fraglich, da diese dort auf nicht besonders große Zustimmung trifft. Die Auswirkungen eines ungeordneten Brexits sind völlig ungewiss.

Krise zwischen Russland und der Ukraine

Zu allem Überfluss drückt nun auch noch der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland auf die Stimmung – ein Krisenherd mehr.

Schwächelnde Konjunktur

Zusätzlich zu allen ungelösten politischen Problemen hört man nun immer öfter, dass sich die Konjunktur langsam aber sicher abkühlt und damit die Firmengewinne sinken.

Was tun? Meine Strategie

  1. Sei vorsichtig, suche und nutze Chancen: Leider kann niemand (auch nicht die Experten) voraussagen, wo die Reise hingeht. Es ist daher empfehlenswert, bereits jetzt Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. Die Aktienkurse schwanken derzeit stark. Ein Investment kann daher Sinn machen, nachdem die Kurse wieder einmal stärker gefallen sind. Du bekommst dann deine favorisierten Aktien ggf. zum Schnäppchenpreis.
  2. Cash ist King: Damit du die Chancen nutzen und Aktien günstig erwerben kannst, benötigst du liquide Mittel. Es macht daher zum jetzigen Zeitpunkt aus meiner Sicht keinen Sinn, vollständig investiert zu sein. Ein Teil deines Portfolios sollte daher jetzt aus Cash bestehen. So kannst du schnell handeln, wenn sie eine günstige Gelegenheit ergibt!
  3. ETF Sparpläne: Ein ETF Sparplan ist auch bei fallenden Kursen attraktiv und sollte daher weiterhin bedient werden. Aufgrund des sog. Cost-Average-Effekts profitierst du bei fallenden Kursen. Denn bei niedrigen Kursen erwirbst du für den gleichen monatlichen (bzw. quartalsweisen) Betrag verhältnismäßig mehr Anteile. Steigen die Kurse dann wieder, profitierst du überproportional davon.

Fazit

Nach meiner Einschätzung ist eine moderate Jahresendrally weiterhin möglich. Ich denke, die Aktienkurse werden zum Jahresende nochmals leicht steigen. Du solltest aber nach einem guten Einstiegszeitpunkt schauen und einen größeren Cash-Anteil haben, damit du schnell reagieren kannst.

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4 Kommentare

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